Sirenensignale

Halbjährlich wird landesweit das Sirenenwarnsystem getestet. Wir erklären, wie sich die Signale von anderen Sirenentönen unterscheiden und was im Ernstfall zu beachten ist.

Bis zum Ende des „Kalten Krieges“ unterhielt die Bundesrepublik ein flächendeckendes Sirenennetz. Nachdem diese Einrichtungen aus Zivilschutz-Sicht nicht mehr zwingend erforderlich waren, wurden die Anlagen teilweise abgebaut, manche aber auch an die Städte und Gemeinden übergeben.

In den letzten Jahren haben Land und Kommunen die Entscheidung getroffenen, die Sirenensysteme wieder zu nutzen, um effektiv über akute Gefahrensituationen informieren zu können. Nachdem in den vergangenen Jahren zwei der drei Sirenen in Hilfarth abgebaut wurden, entschied man sich, wieder eine zweite Sirene zu installieren, damit flächendeckend gewarnt werden kann. Die zwei Hilfarther Anlagen stehen auf der Braunstraße und auf der Uhlandstraße.

Die Signale

Sollte der Fall eintreten, dass die Bevölkerung vor einer Gefahr, beispielsweise einer giftigen Rauchwolke bei einem Brandereignis gewarnt werden soll, ertönt über die Sirenen ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton. Schalten Sie dann unbedingt Ihr Radio ein und achten Sie auf Durchsagen. Unterstützten Sie hilfsbedürftige Menschen in Ihrer Nähe. Sollte die Gefahr vorüber sein, wird ein einmütiges Dauertonsignal zu hören sein.

Die Alarmierung der Feuerwehr

Von den Warnsignalen ist der Alarmierungston für die Feuerwehren zu unterscheiden. Bei diesem handelt es sich auch um einen einminütigen Dauerton, der aber zwei Mal unterbrochen wird. Für Sie hat dieses Signal keine direkte Bedeutung. Achten Sie nach dem Ertönen aber besonders auf Einsatzfahrzeuge im Straßenverkehr.

Die Proben

Zur Sensibilisierung der Bevölkerung findet halbjährlich eine landesweite Überprüfung der Sirenen statt.

Beim Probealarm ertönt zunächst ein einminütiger Dauerton, das eigentliche Signal „Entwarnung“. Er signalisiert den Beginn der Probe. Nach einer fünfminütigen Pause heulen die Sirenen mit dem Signal „Warnung der Bevölkerung“. Bei diesem Signal handelt es sich um das eigentliche Warnzeichen, auf das im Ernstfall zu achten ist. Nach einer weiteren Pause von fünf Minuten ist, wie schon am Anfang, ein einmütiger Dauerton zu hören. Mit ihm wird die Probe beendet.

Der Termin für einen Probealarm wird rechtzeitig bekanntgegeben. Weisen Sie im Vorfeld der Proben Familie und Freunde, insbesondere auch ältere Menschen, auf die Bedeutung der Signale hin. Dafür können Sie gerne unsere Infografik nutzen.

Um stets über Sirenenüberprüfungen, aber auch Katastrophenfälle informiert zu sein, empfehlen wir das Informationssystem „NINA“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die App für Ihr Smartphone kann in den üblichen Downloadportalen kostenfrei heruntergeladen werden.