Fit im Umgang mit der Wärmebildkamera

Immer häufiger wird es Feuerwehren in Deutschland möglich gemacht, im Einsatz auf vielseitig einsetzbare Wärmebildkameras zurückzugreifen. Um sie jedoch im Ernstfall erfolgreich einsetzen zu können, ist eine intensive Schulung erforderlich. Daher trafen sich die Kameraden der Löschgruppe Hilfarth am Freitagabend, um die Möglichkeiten, die Funktion und Grenzen der Geräte aus nächster Nähe kennenzulernen.

In einer theoretischen Einheit wurde den Kräften näher gebracht, wie eine Wärmebildkamera funktioniert und wie man sie im Einsatz verwenden kann. Im Grundsatz macht das Gerät Temperaturunterschiede in seiner Umgebung sichtbar. Ein Infrarotsignal aussendend, misst die Kamera beispielsweise die Temperatur aller in einem Raum befindlichen Personen und Gegenstände und gibt diese dann auf dem Display als bildliche Darstellung wieder. Wichtig dabei ist, dass ein Gegenstand nur dann erkennbar ist, wenn dessen Temperatur von der der Umgebung abweicht. Je wärmer der Gegenstand, desto heller oder farbiger wird er auf dem Display dargestellt. Von Vorteil ist dieses Verfahren etwa bei Dunkelheit oder beim Einsatz in verqualmten Räumen. Ohne mit dem bloßen Auge etwas erkennen zu können, kann die Wärmebildkamera dabei helfen, sich zu orientieren, Brandherde oder Personen zu lokalisieren. Auch bei der Vermisstensuche im Freien oder im Einsatz mit gefährlichen Stoffen und Gütern kann die Kamera behilflich sein. Betont wurde jedoch, dass das Gerät als Ergänzung der bestehenden Einsatztaktiken gesehen werden soll, da seine Möglichkeiten begrenzt sind. So schirmt beispielsweise Glas die Infrarotstrahlung ab und lässt Personen dahinter „verschwinden“.

Im praktischen Teil konnte jedes Mitglied die Wärmebildkamera unter realitätsnahen Bedingungen austesten. Angenommen wurde ein Brandereignis in einer Halle, bei dem zwei Personen vermisst sein sollten. Erschwerend wurde die Halle mit Disconebel verdunkelt. Zuerst gingen die Trupps ohne, im zweiten Durchgang mit Wärmebildkamera vor. Im Nachgang zeigte sich, dass bestehende Suchtechniken durch den Einsatz der Geräte effizienter und präziser werden. So konnten die vermissten Personen schnell aufgefunden und ins Freie gebracht werden.

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